2026 Costa Brava Ritte und Barcelona (26.4. – 1.5.2026)

Barcelona - Sonntag, 26.04.2026, 1. Tag: Um 8:40 Uhr treffen wir Bruno und Esther am Bus, der heute die WSB ersetzt. Der Flug in Zürich hebt pünktlich um 12:20 ab, wir landen schon um 14:05 Uhr im Terminal 1 in Barcelona. Mit dem Aerobus sind wir nach 30 Minuten im Zentrum am Plaza Catalunya, in unserem gutes Hotel Dorma Plaza Catalunya. Wir checken ein und schon machen wir uns auf zu einem Spaziergang entlang der Rambla. Leider ist sie auf der ganzen Strecke eine Baustelle. Wir gehen ins Barrio Gotico, trinken den ersten Apéro auf der Plaza de San Miguel, und spazieren dann zur Kathedrale, die leider geschlossen ist. Der Placita de Sau vor der Kirche ist sonnenbeschienen und sehr belebt. Die Stimmung ist gut und ruhig. Jemand spielt Gitarre. Weiter zur Paseige de Gracia Garcia, wo wir beim 2. Bier und Weisswein einem Jazzkonzert zuhören. Zurück im Hotel im 18:30 entdecken wir auf der Terrasse im 10. Stock die Spitze der Sagrada Familia. Ein gutes Nachtessen in der Nähe des Hotels, Schweinrippchen mit Pommes (der Serviceroboter bringt leider nur eine Portion). Anschliessend hören wir ein tolles Jazzkonzert auf der Paseige de Gracia. Gegen 21:00 Uhr haben wir Lust auf ein Dessert und genehmigen uns am Plaza Catalunya eine feine Glace und anschliessend einen Kaffee. Wir sind um 22:30 im Hotel. Wir waren 11`700 Schritte unterwegs.

Barcelona - Montag, 27.04.2026. 2. Tag: Aufstehen 8:30 Uhr. Duschen, Morgenessen, auschecken, Koffer im Hotel deponieren. Dann Stadtspaziergang: Rambla bis ans Meer. Am Hafen: Kolumbussäule, Die Brücke Rambla del Mar ist nicht passierbar, Miraestels von Robert Llimós, La Parella (Paar) von Lautaro Díaz Silva, Moll de la Fusta, La Cara de Barcelona von Liechtenstein, Via Laitana, alte Stadtmauer, Plaza de la Cathedral, Palau de la Musica, Aussichtsplattform Cortes Ingles mit Cola. Zum Mittagessen ein Pintxos (Mini Cheeseburger). Anschliessend üben wir uns im Lösen eines U-Bahn Tickets und fahren zur Sagrada Familia. Einfach eine tolle Kathedrale. Wir spazieren rund herum und fotografieren viel. Um 15 Uhr holen wir unser Gepäck und fahren mi dem Aerobus zum Terminal 2, wo wir um 26 Uhr ankommen und nun bis 18 Uhr warten müssen. Heute 11000 Schritte.

 

Mascia Can Grau - Montag, 27.04.2026. 2. Tag: Um 18:00 Uhr warten wir am Terminal bei Boteros dickem Pferd und überlegen, wer unsere Mitreiter sein könnten. Ein etwas nervöser Mann fällt uns auf und etwas später tippen wir noch auf ein Ehepaar (Neils und Käthy). Leider ist der Fahrer etwas verspätet und die 5. Mitreiterin Cécile hat am falschen Ort gewartet. So fahren wir erst um 18:30 Uhr ab. Der Verkehr in der Agglomeration ist sehr stark, wir kommen nur langsam vorwärts. Um 20:30 Uhr erreichen wir endlich das Gebiet von Girona. Aber nun hat das Auto eine Panne. Wir warten am Strassenrand auf ein Ersatzfahrzeug. Nach 1/4 h sind unsere Gastgeberin Anne Imkert mit Anton da, und sie begrüsst uns freundlich. Um 21 Uhr sind wir auf der Mascia Can Grau angekommen. Es ist eine grossen, alten Steinhaus und geschmackvoll eingerichtet. Rascher Zimmerbezug und dann folgt ein sehr gutes Nachtessen (Tomaten - ich esse sogar alle, Güggeli mit Artischocken und gutem Wein, Dessert und Chupito). Interessante Gespräche (Vorstellung). Kurze Einführung von Anton. Beim Nachtessen gibt es eine Vorstellungsrunde. Die Gruppe ist recht unterschiedlich, aber es sind alles gute Reiter. Das Ehepaar Neil (63) und Cathy kommt aus England. Lucy ist Holländerin, pensionierte Sekretärin. Steven, Schulleiter aus Friesland. Das Ehepaar Christoph und Christiane ist aus Paris. Sie können sich erst seit drei Jahren. Christine hat schon viele Trails auf allen Kontinenten geritten. Ich telefoniere noch Vroni, und um 22:30 sind wir schon im Bett.

                                                                                                                                                                                                                                   (Bilder zum Vergrössern anklicken)   

Dienstag, 28.04.2026: 3. Tag: 7:30 Uhr aufstehen. 9:00 Uhr Morgenessen. Um 9:30 begrüsst uns unsere Reitführerin Lucie. Sie erklärt kurz die heutige Route. Dann gehen wir zu den Pferden. Über 20 Pferde stehen auf einer grossen Koppel unterhalb des Hauses. Unsere Pferde sind vor der Scheune angebunden. Ich bekomme Keratin, einen braunen Angloaraber, ein gutes Pferd. Man zeigt uns, wie wir satteln müssen. Dann putzen wir die Pferde. In die Satteltaschen kommen zwei Flaschen Wasser, etwas Hafer, Putzzeug und das Picknick. Um 10:15 Uhr reiten wir ab. Die Pferde sind gut. Lucy hat am Anfang ein paar Schwierigkeiten. Sie möchte ihr Pferd wechseln. Nach dem ersten langen Galopp ist aber alles in Ordnung. Bruno und ich haben unseren Platz am Ende der Gruppe gefunden. Mein Pferd geht gut vorwärts, ist am Anfang etwas nervös. Es ist heiss. Die meiste Zeit reiten wir durch waldiges, buschiges Gebiet, durch kleine Wäldchen, schmale Tälchen mit Bächen, durch Kiefern und Eichenwälder.  Der Raps hat schon ausgeblüht. Nach 2 3/4 Stunden halten wir in einem Wäldchen, binden die Pferde an, satteln ab und packen das Picknick aus. Um 14:30 Uhr sind die Pferde wieder bereit, es geht weiter. Um 15:15 Uhr sind wir schon beim Stall, im richtigen Moment, denn die ersten Ermüdungen zeigen sich nach den Trab- und Galoppstrecken. Die Pferde werden abgespritzt, bekommen ihr Futter und Wasser, dann können sie auf die Weide. Wir gehen zum Haus, duschen, überprüfen die gemachten Fotos, schreiben WhatsApp und geniessen die Ruhezeit. Ich setze mich nach draussen und schreibe sämtlichen versprochenen Postkarten, circa 35. Nun muss ich nicht mehr daran denken. Vor dem Nachtessen telefoniere ich noch Vroni. Es gibt Gnocchi und Calamares. Das Essen ist nicht schlecht, der Wein gut. Ich gehe schon um 22:30 Uhr ins Bett.

Mittwoch, 29.04.2026. 4. Tag: Ich stehe schon um 6:45 Uhr auf, beende mein gestriges Tagebuch und freue mich auf den langen Ritt. 8:00 Uhr Morgenessen, um 8:30 Uhr wieder bei den Pferden. Pünktlich um 9:00 Uhr wird abgeritten. Wir haben 5 h im Sattel vor uns. Der Weg ist abwechslungsreich, durch Föhrenwälder auf sandigen Wegen, dann wieder über Wiesen und sogar im Galopp durch ein Kleefeld. Weiter durch kleine Dörfer, dann vorbei an alten Bauernhäusern mit verrosteten Landmaschinen und bellenden Hunden. Wir traben und galoppieren oft, alle kommen problemlos mit, da Cécile heute zu Hause geblieben ist. Um 12:30 Uhr erreichen wir den Picknickplatz, wo alles schön von Anton vorbereitet ist. Nachdem die Pferde versorgt sind, setzen wir uns an den Tisch. Anne hat mir ein spezielles Plättchen vorbereitet mit Rührei und Couscous. Es gibt Bier, Wein und Cola. Nach dem Essen können wir uns bis 14:30 Uhr ausruhen. Der Weiterritt ist oft unterbrochen von rassigen Galoppaden. Ich geniesse die wohltuende, abwechslungsreiche Landschaft und schreibe im Kopf sogar zwei Haikus. Um 16:15 sind wir beim Stall (27`800 Schritte, 20 km). Nach dem Versorgen der Pferde sitzen Bruno und ich draussen, trinken ein Tonic, bearbeiten und tauschen Fotos. Ich schreibe Vroni, dann duschen und die Ruhe des Abends geniessen. Es ist gut, genügend Zeit zu haben. Fröhliches Nachtessen mit genügend Wein. Es gibt ein Gebäck auf Salat und nachher Hamburger. Es gelingt mir Nils zum Singen zu animieren (Sing low), da er bei einer kurzen Einlage gezeigt hat, dass er eine schöne Stimme hat. Gegen 22 Uhr ist es zu Ende, da das Pariser Ehepaar morgen verreisen. Wir gehen auch zu Bett.

 

Donnerstag, 30.04.2026. 5. Tag: Nach einer durchträumten Nacht stehe ich schon um 7:15 Uhr auf. So bleibt genügend Zeit bis zum Morgenessen um 8:30 Uhr. Heute bekomme ich ein neues Pferd «Aisha», welches Christine gestern ritt. Um 9 Uhr sind wir bei den Pferden. Obwohl der Wetterbericht heute schönes Wetter angesagt hat, beginnt es gleich nach dem Abritt zu regnen. Wir sind fast drei Stunden im Regen unterwegs und werden recht durchnässt. Mein weisses Pferd macht kurze Schritte, geht aber sehr gut voran, auch im Galopp und Trab. Es ist eine Mischung von einem Andalusier und einem indischen Pferd, was man an seinen leicht gebogenen Ohren sieht. Wir reiten durch Pappeln und Buchenhaine im Gebiet des Flusses Ter. Zweimal unterqueren wir in einem schmalen Durchgang die Autobahn. Unterwegs treffen wir Anton, der mit den Mittagslunch unterwegs ist und dem englischen Paar die Regenjacken bringt. Nachdem wir Cervila de Ter durchritten haben, treffen wir am Picknickplatz ein, wo ein kleines Zelt aufgestellt ist. Schon bald kommt doch noch die Sonne hervor, und wir verlassen mit Tischen und Bänken das Zelt. Die Siesta lassen wir heute aus, putzen die Pferde, satteln. Dann geht es weiter zwischen hellen Bäumen, die exakt in Linie ausgerichtet stehen. Es sind Plantagen zur Papiergewinnung. Wir kommen an grossen Weizenfelder, die von Mohnblumen umgeben sind, an Rapsfeldern und Wiesen vorbei und immer wieder ein rassiger Trab oder Galopp. Nach 1 1/4 Stunden treffen wir nach 4 Stunden, 29`900 Schritte und 24 km in Can Grau an. Nach dem Absatteln setzen wir uns mit einem Getränk vors Haus, betrachten unsere Fotos und hören ein wenig Musik, dann duschen, Fotos schicken, schreiben. Um 20 Uhr ist Nachtessen. Es gibt ausgezeichnete Tapas mit Meeresfrüchten. Anschliessend einige kurze gute Gespräche auf Englisch. Um 22 Uhr gehen wir ins Bett.

Freitag, 01.05.2026. 6. Tag: Für heute habe ich den Wecker eine Stunde zu früh schon auf 7 Uhr eingestellt. Aber ich schlafe noch mit einem erstaunlichen Traum bis 8 Uhr. Ich wurde Chef von einer grossen Behörde und durfte wenigstens 100 Personen in Grossratsssal begrüssen. Darunter waren viele bekannte Gesichter aus meiner Zeit beim Erziehungsdepartement, von denen ich bei vielen noch den Namen kannte. 9 Uhr Morgenessen, dann geht es los zum letzten Reittag. Ich freue mich und bin gut in Form. Um 9:50 Uhr reiten wir los. Heute sind nur noch wir vier Männer mit Lucie dabei. Bruno und Neil haben neue Pferde. Das Wetter ist angenehm, wir reiten fast drei Stunden bis zur Pferderennbahn von Bàscara. Wie fast jeden Tag geht es abwechslungsreich durch Wiesenfelder, Wälder, ein Bachtal hinunter, über kleine Steinbrücken, oft auch quer durch Bäche, wo die Pferde trinken können. Dann wieder hinauf auf einem schmalen überwachsenen Pfad, wo einem die herabhängenden Dornen kratzen. Vor allem machen wir viele rasante und lange Galoppaden. Ich reite vorne und Aisha kommt gut mit. Es geht dem Fluss Fluvia entlang Richtung Bàscara, wo wir die alte Pferderennbahn erreichen. Da wir darauf ein Rennen machen wollen, deponieren wir die Satteltaschen. Beim Aufsteigen rutscht mein Sattel herunter, ich falle auf meinen Hintern. Ich kann sogar allein aufsteigen. Dann geht es los. Zwei Runden lang ein Rennen. Ich bilde das Schlusslicht, da Aisha nicht mehr mag. Ein tolles Erlebnis. Anschliessend setzen wir uns ins Gras zum Picknick und geniessen ein Glas Wein in aller Ruhe. Um 15:30 reiten wir zurück. Ich lasse auf den letzten Kilometern meine Gedanken schweifen und bin glücklich, dass alles problemlos verlaufen ist, dass ich noch so in Form bin und ich keine Probleme gehabt habe. Beim Hof Abschied von den Pferden, Trinkgeld für die Guides, und schon stossen wir mit einem Cava auf den gelungenen Trail an. Heute 30’000 Schritte, 24 km, 4.5 h.

Samstag, 02.05.2026. 7. Tag: Morgenessen, 8:30 Uhr, Abfahrt 09:30, um 11:30 sind wir am Flughafen. Ich habe noch kurz von oben her von den Pferden und dem Haus Abschied genommen. Nun sitze ich mit Bruno beim Kaffee am Aeropuerto. Unser Flug geht erst um 14:45 Uhr. Am Flughafen langes Warten, Kaffee, Brötchen, lesen. Der Abflug von 14:55 verspätet bis 15: 45. Während dem Flug schlafe ich ein wenig. Ankunft 17:15. Das Gepäck kommt auch spät, also haben wir den direkten Zug verpasst. Abfahrt 18:16, in Zürich 18:38. Um 19:29 sind wir zuhause, empfangen von Esther und Vroni am Bahnhof und einem guten Nachtessen, Gesprächen und Rotwein.